Julian Post - Berufsfeld-PR
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Selbständigkeit während des Studiums – Berufsfeld-PR

In dem Fach Berufsfeld-PR sollen wir unsere Zukunft uns durch den Kopf gehen lassen. Wir dürfen eine Seminararbeit über unser Bachelor-Thema verfassen, oder alternativ über das Unternehmen bei dem wir gerne einmal arbeiten wollen würden.

Ich habe die Contunda UG genommen und ein paar Gedanken über das Studium und die Selbstständigkeit aufgeschrieben. Meine Seminararbeit für das Fach: Berufsfeld-PR

In die Zukunft mit Contunda

Die Zeit vor JPR

Meine berufliche Karriere begann nach meiner fachgebundenen Fachhochschulreife in Wirtschaft und Verwaltung im Jahr 2005. Ich begann eine Ausbildung in einem KFZ-Großhandel zum Groß- und Außenhandelskaufmann und nach zwei Jahren absolvierte ich die IHK-Prüfung.

Der träge und immer gleich gepolte Büroalltag hat mich in den zwei Jahren müde gemacht. Die Vorstellung, einen Bürojob, bis an mein Lebensende zu haben, waren keine schöne Vorstellung. Ich habe in meiner Ausbildung ärger bekommen, weil ich Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen machte, und ich habe Geister gesehen, die jeden Tag zur Arbeit kamen, aber nicht lebten.
Am Ende der Ausbildung war mit klar, so werde ich nicht werden.

Wenn du vieles nicht gut findest, hast du wenigstens gelernt, was du nicht machen möchtest.

Es folgte ein kleiner Ausflug in die Selbstständigkeit. Interessante und lehrreiche zwei Jahre von 2007 bis 2009. Eein Freund und ich verkauften damals Speiseöl über das Internet. In dieser Zeit hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit Suchmaschinenoptimierung und Social Media-Kanälen. Es war bereits damals Online-Marketing, mit Ebay und einem eigenem Online-Shop. Ich sah die Welt aus der Sicht des Verkäufers, deshalb kann ich mich heute besser in einen Online-Verkäufer hineinversetzen. Das alles war in einer Zeit, als es das erste iPhone gab und noch keine Android-Smartphones. Damals unterschätzte ich es, selbstständig zu arbeiten. Es war eine große Herausforderung und verlangte von mir deutlich mehr ab, als die gradlinige und nicht flexible Ausbildung.

Vom Scheitern

Niemand gibt gerne auf und schon gar nicht sich selber. Auch das habe ich gelernt. Ich geriet mit dieser kleinen Selbstständigkeit an einen Punkt, an dem es nicht weiter ging. Nach ein paar Monaten beendete ich das, was so groß werden sollte. Für kurze Zeit gab ich auf, zog mich zurück und sammelte mich.

Es war bereits 2010 und ich wusste, dass ich etwas Sinnvolles, etwas „Richtiges“ in Zukunft machen wollte. Ich stieß auf die Westfälische Hochschule (bis 2012 Fachhochschule Gelsenkirchen) und interessierte mich für zwei Studiengänge: Medieninformatik und Journalismus & PR (JPR). »Keine Medieninformatik »sollte es ein paar Jahre später heißen, doch mehr dazu hier: Keine Medieninformatik

Mein NC war für JPR nicht gut genug, so wurde es Medieninformatik. Webdesign, Gestaltung und Suchmaschinenoptimierung interessierten mich zu diesem Punkt noch immer sehr stark. In der Informatik haben Zahlen eine große Rolle, die Mathematik und die Logik stehen im Vordergrund.

Gib nie nie niemals auf!

Weitere Informationen findest du hier: Vom Scheitern

Web-Büro & JPR

Im Februar 2012 begannen mein guter und langjähriger Freund Burkhard Asmuth und ich ein gemeinsames Projekt. Es fing mit einfacher Suchmaschinenoptimierung (SEO) für einen alten Bekannten, der inzwischen Immobilienmakler geworden war an. Wir schrieben Blog-Artikel und verbesserten deren Webseite. Aus diesen Maßnahmen ist die Idee entstanden, dass wir uns ebenfalls im Webdesign versuchen sollten.

Dieser erste Auftrag, nicht mehr als ein Nebenjob, verschaffte uns binnen weniger Monate vier weitere und langfristige Kunden. Intern war unser Name damals: Web-Büro.
Im Sommer 2012 bewarb ich mich am Institut für Journalismus und Public Relations an der Westfälischen Hochschule. Ich wusste, dass ich Medieninformatik nicht weiter studieren wollte. Dieses Mal hatte es funktioniert, im Losverfahren wurde ich genommen und konnte mich seitdem Student für Journalismus und Public Relations nennen.

Gleichzeitig hatten wir mit unserem Web-Büro einiges an Arbeit. Dennoch kam es nicht infrage, das JPR-Studium abzusagen. Im September 2012, also gute sieben Monate nach unserem ersten Auftrag, firmierten wir uns offiziell zu einer Unternehmensgesellschaft (haftungsbeschränkt) und entdeckten den Namen „Contunda“ für uns. Ich arrangierte mich mit meinem Geschäftspartner, sodass ich die nötige Zeit für das Studium bekam. Das Gute ist, dass ich Dinge aus dem Studium sofort umsetzen konnte. Ich merkte, das was ich dort lerne, bringt mir in meiner Selbstständigkeit etwas.

Contunda im Jahr 2015

Unsere Webdesign & SEO-Agentur wurde in den letzten drei Jahren permanent größer. Mittlerweile sind wir ein Team aus drei fest angestellten Mitarbeitern und zwei Freelancern. Wir haben immer mehr und größere Aufgaben und Projekte. Insgesamt haben wir über 120 Webseiten auf fertig gestellt (Stand: Juni 2015).

Die Zukunft

Im Jahr 2016 möchten wir eine GmbH werden. Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass wir nirgendwo einen Kredit aufnehmen mussten. Alles was wir 2012 für die Gründung investierten, stammte von uns Privatpersonen. Die Zukunft von der Contunda UG und bald Contunda GmbH sieht folgendermaßen aus:

  • Webdesign

Contunda fing mit Webdesign an und dieses Steckenpferd werden wir nicht komplett aufgeben. Ab einem gewissen Punkt wird es so sein, dass wir nicht mehr selber die Webseiten erstellen. Ab 2017 soll der erste Webseiten-Entwickler eingestellt werden, damit wir eigene Projekte besser umsetzen können. Unsere Kunden profitieren von erweitertem Support und deutlich mehr Fachwissen. Wir planen Maßnahmen nur noch, sind ander Umsetzung direkt nicht mehr beteiligt, das übernehmen dann Mitarbeiter.

  • Suchmaschinen-Optimierung (SEO)

Suchmaschinen-Optimierung ist seit es Google gibt ständig im Wandel. Methoden, die früher funktionierten, sind heute nicht mehr Google-Konform, da Google immer mehr das Nutzer-Erlebnis in den Vordergrund stellen möchte. So zum Beispiel Keywörter auf einer Webseite verstecken oder Links von nicht aussagekräftigen Seiten auf die eigene zu setzen.

Neue Techniken werden von Google immer weiter berücksichtigt. Contunda wird aktuelle Trends verfolgen und darauf achten, immer die neuesten Google-Richtlinien einzuhalten.
SEO hat immer mehr mit Inhalten, mit Artikeln und Beiträgen auf einer Webseite zu tun. In diesem Segment spielt die Online-PR und klassische Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle. Contunda wird diesen Punkt ausbauen und Content für Unternehmen und Dienstleister schaffen. Jeder Text, jeder Artikel, helfen, um bei Google weiter nach oben zu kommen.

  • Beratung

Webdesign und Suchmaschinenoptimierung sind Bereiche, die viel Wissen voraussetzen. Dennoch sind es Kommunikations-Bereiche, in denen theoretisch jeder arbeiten kann. Ich sehe meine Aufgabe ab 2017 bei Contunda darin, Kunden und ihre Unternehmen zu beraten. Fragen nach der richtigen Kommunikation im Internet, egal ob Social Media, Blog oder die eigene Webseite zu beantworten.

  • Kommunikationsagentur

In den nächsten Jahren wird SEO und Online-PR immer weiter zusammenwachsen. Zielgerichtete SEO-Maßnahmen kommen heutzutage schon nicht mehr ohne vernünftige PR-Artikel und Storytelling aus. Das was wir vor drei Jahren geahnt haben ist eingetreten: Content ist King!

Die Menschen lesen sehr viel im Internet. Es geht um Wissen, um Tipps & Tricks, darum Geld zu sparen oder einfach eine schöne Geschichte zu lesen. All das steht jedem mit einem Smartphone oder Computer kostenlos zur Verfügung, genau das sind die Punkte, die moderne Unternehmen, egal aus welcher Branche, in Betracht ziehen sollten. Die Kommunikation hat sich komplett geändert, es reicht nicht mehr, einen Werbespott zu produzieren und ihn im Fernsehen ausstrahlen zu lassen. Heutzutage brauchen Unternehmen Online-Kommunikation.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Julian Post
23. Juni 2015


 

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