Schreibwerkstatt 2 - Wie schreibe ich journalistische Texte?
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Schreibwerkstatt 2

Das Fach Schreibwerkstatt 2 im zweiten Semester bei JPR schließt nahtlos an Schreibwerkstatt 1 an. Dort lernen wir grundlegende Darstellungsformen im Journalismus kennen. Das Besondere ist, dass wir in Wochenaufgaben Texte erstellen, diese werden vom Dozenten kontrolliert oder in der Gruppe besprochen.
Jeder Journalist sollte folgende Formen kennen und wissen wie er sie anwendet:

Informationsbetont

  • Meldung
  • Bericht
  • Experteninterview
  • Reportage

Meinungsbetont

  • Kommentar
  • Glosse
  • Rezension

Leseraktivierende Elemente

  • Überschrift
  • Bildunterzeile
  • Vorspann

Schreiben als Werkzeug

Es geht nicht darum Rechtschreibung zu lernen, die sollte jeder JPR-Student drauf haben. Umso mehr geht es darum in den verschiedenen Darstellungsformen Übung zu bekommen. Leitfäden zu verinnerlichen, die für ein Interview oder eine Reportage wichtig sind. Durch die wöchentlichen Besprechungen in der Gruppe, ist ein Lernen durch zu Hören und der Fehler der anderen garantiert. Ich meine das nicht abwertend.
Die Kursgruppen bestehen aus weniger als zwanzig Personen. In meinem Fall waren es sogar nur zwölf Studentinnen und Studenten. So kommt jeder an die Reihe, jeder hat die Möglichkeit Fragen zu stellen und das Lernklima ist sehr angenehm.
Schreiben in der Echtzeitprüfung.

Am Ende des Semesters gibt es eine Echtzeitprüfung. Wir bekamen eine Dokumentation vorgesetzt und sollten darüber eine Reportage schreiben. Insgesamt hatten wir 180 Minuten Zeit. So ist der Druck beim Schreiben ein ganz anderer, als wenn noch ein Tag später die Chance besteht den Text zu überfliegen und zu korrigieren.

Schreiben als Werkzeug

Schreiben als Werkzeug

Kill your Darling

Etwas was wir mit auf den Weg bekommen haben war: Kill your Darling. Das sagt ganz einfach aus, wenn du von einer Idee in deinem Text so sehr überzeugt bist, und sie maximal toll findest, verwirrt sie. Nimm Idee zwei oder drei. Versteife dich nicht zu sehr auf dein Lieblings Teil der Story, denn dann bist du nicht mehr objektiv genug. Genau darum geht es aber im interressenbezogenen Journalismus.

Ein weiteres nettes Give-away war der Hinweis mit dem “man”. Wir benutzen in der deutschen Sprache so viele Füllhalter, so viele Wörter, die einen Text unsinnigen Weise aufblühen, von Unsicherheit zeugen oder Ratlosigkeit sind. Das bemüht berüchtigte “man” zählt dazu. Man könnte ja mal anfangen einen guten Text zu schreiben. Nein! Du kannst anfangen einen guten Text zu schreiben, oder ich, oder wir.
Mehr erfahrt ihr im Folgenden:

Reportage

Meine Reportage habe ich über basische Ernährung geschrieben. Das Spannende war, dass wir Personen interviewen sollten, Menschen im Alltag besuchen könnten, und sich so eine Reportage entwickelte. Es war spannend eine Geschichte zu erzählen, allerdings Vorgaben zu haben. Das Thema war grob vorgegeben, die Länge und das Abgabedatum war uns bekannt. Der Rest lag in unserer Hand.

Mein Fazit zu Schreibwerkstatt 2

Ich denke, dass es tatsächlich sinnvoll ist zu wissen, wie die unterschiedlichen Darstellungsformen im Journalismus funktionieren. Für die Leute die später in die PR möchten ist Schreibwerkstatt ebenfalls wertvoll: Ihr müsst später wissen, wie der Journalismus funktioniert. Da gehören diese Dinge natürlich mit hinzu. Je nach Dozent bekommt ihr Weisheiten aus dem Berufsleben mit auf den Weg und genau diese Punkte sind es, die den echten Mehrwert bieten.


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