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RWE – Umsatzeinbruch 2014

Fiktive Pressemitteilung als Übung für das Fach „Schreibwerkstatt-Pressemitteilung.“

»Mehr Licht als Schatten«.

Der Energiekonzern RWE AG hat einen Umsatzeinbruch von 9% auf 35,3 Milliarden Euro zu verzeichnen. Gründe hierfür ist eine ungewöhnlich milde Witterung und ein insgesamt niedriger Preis im Energiemarkt. Der Vorjahreswert lag um 31% höher und so musste die RWE AG, in den ersten drei Quartalen 2014, ein betriebliches Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro verbuchen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – das EBITDA – sank um 22% auf 4,7 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank das Nettoergebnis um 60% auf 763 Millionen Euro. Damit verringert sich die Basis für die Berechnung der Dividende.

Diese Rückgänge können begründet werden: Im Vorjahr gab es Einmalzahlungen aus dem Preisrevisionsverfahren zu Gasbezugsverträgen. Gleichzeitig wird das Ergebnis der RWE DEA nicht mehr im laufenden nachhaltigen Nettoergebnis aufgelistet.

Die Nettofinanzschulden wurden auf 8 Milliarden Euro, dank des hohen Free Cashflows herabgesengt. Die Nettoschulden blieben hingegen fast unverändert, da sich die Pensionsrückstellungen erhöht haben.

»Trotz des Ergebnisrückgangs gab es in den ersten drei Quartalen mehr Licht als Schatten,« fasst Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, die Lage zusammen. Besonders zwei Dinge haben sich verbessert: Die liquiden Mittel während einer Geschäftsperiode, also der Cashflow und der Free Cashflow. Damit ist der Cashflow aus operativen Tätigkeiten nach Abzug von Sachinvestitionen gemeint. Licht versprechen die Nettofinanzschulden, diese sind um 2,3 Milliarden Euro gesengt worden.

In den ersten neun Monaten 2014 hat die RWE AG 192 Milliarden Kilowattstunden Strom an externe Kunden geliefert. Das sind 4% weniger als im gleichen Zeitraum 2013. Auf Grund des milden Wetters ging der Absatz bei Privat- und Gewerbekunden zurück.

Präqualifizierung in Großbritannien: RWE konnte sich vorläufig, mit allen in Frage kommenden Kraftwerken, für den neuen britischen Kapazitätsmarkt qualifizieren. Kraftwerke, die eine gesicherte Leistung in das Stromnetz einspeisen können, sollen ab 2018 eine Vergütung erhalten. Zudem hat sich die Mitarbeiterzahl bei der RWE AG um 7% im Vergleich zu 2013 verringert. Umgerechnet in Vollzeitstellen arbeiten 60.439 Mitarbeiter bei der RWE AG. Nicht mit eingerechnet ist RWE DEA.

Der Ergebnisausblick für das gesamte Jahr 2014 wird ähnlich ausfallen. Das EBITDA wird zwischen 6,4 und 6,8 Milliarden Euro liegen und das betriebliche Ergebnis wird auf 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro kommen. Das nachhaltige Nettoergebnis kommt demnach auf 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro und der Außenumsatz wird etwa 50 Milliarden Euro erreichen.

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